Die Landtagsabgeordnete Gabriele Pauli ist wegen ihrer Pläne für eine eigene Partei aus der Freie-Wähler-Fraktion im bayerischen Landtag ausgeschlossen worden. Die 51 Jahre alte Politikerin hatte angekündigt, noch in dieser Woche ihre neue Partei vorzustellen, mit der sie bei der Bundestagswahl antreten möchte. Die Freien Wähler waren mit Pauli als Spitzenkandidatin zur Europawahl angetreten, wo sie mit 1,7% (441.726 Stimmen) stärkste der in über 25 Klein- und Kleinstgruppierungen zerstückelten sonstigen Parteien wurden, jedoch entgegen Erwartungen sehr deutlich unter der 5%-Hürde blieben.
Fraktionschef Hubert Aiwanger sagte am Rande einer Fraktionssitzung am Dienstag in München, 17 von 20 Abgeordneten hätten für den Ausschluss gestimmt, zwei dagegen bei einer Enthaltung.
„Wir arbeiten ohne Frau Pauli weiter“, sagte Aiwanger. Ihr Alleingang lasse sich den Wählern nicht vermitteln. „Wir mussten jetzt definitiv diese Notbremse ziehen.“ Den Vorsitz des Innenausschusses müsse Pauli abgeben.
Pauli war nach drei Jahrzehnten CSU-Mitgliedschaft erst vor knapp einem Jahr den Freien Wählern beigetreten und mit ihnen im Herbst 2008 in den Landtag eingezogen. Im Juni führte sie die Freien Wähler als Spitzenkandidatin in die Europawahl, verfehlte aber klar ein Mandat im Europäischen Parlament. Während die FW-Spitze eine Teilnahme bei der Bundestagswahl im Herbst ablehnt, kündigte Pauli noch am Wahlabend an, antreten zu wollen. Dafür will sie nun eine eigene Partei gründen.
F.A.Z.: Pauli fliegt aus Landtagsfraktion
Bundeswahlleiter: Ergebnis der Europawahl 2009


































7 Antworten bis hierher ↓
Thinnian // 16. Juni 2009 um 13:27
Die Frau sollte jeder Partei, der sie angehört, nur peinlich sein.
Waldemar // 16. Juni 2009 um 20:17
#Thinnian#
Nein das ist Nicht Peinlich- die Frau ist sogar viel zu schlau- Sie wird in den Bundestag einziehen, weil sie zur Zeit auf einer Bekantheitswelle Reitet und dafür ein „Riecher“hat!
Als Patriotisch und National Freidenkender Mensch hofft man ja auf eine Intelligente und Zukunftsorrientierte Nationale Partei für Deutschland!
Jedoch in dem Nationalen und Patriotischen Gewässern tummeln sich unter den Fähigen und Klugen Köpfen viele U-Boote des VS und villeicht einfache Dummköpfe, wie in folgenden Falle zu sehen ist- LEIDER!
http://www.youtube.com/watch?v=idV6zZ9Q0A4&feature=player_embedded
DAS IST PEINLICH!!!
EINFACH NUR PEINLICH! SOLCHE IDIOTEN DIE NICHT MAL SICH ARTIKULIEREN KÖNNEN STELLT DVU ALS SPITZENKANDIDAT AUF??!
HERR BRINKMANN SOLL SEIN GELD LIEBER ANDERSWO EINSETZEN!
UND DIE FRAU PAULI WÄRE EINE ERFOLGSGESCHICHTE FÜR DVU- NUR IST SIE VIEL ZU SCHLAU FÜR DVU DUMMBACKEN!
politikredakteur // 16. Juni 2009 um 20:39
@Waldemar
Was für ein vernichtender Auftritt, den man da im Video sehen kann. Mir bleibt die Spucke weg. Da musste das NDR nicht einmal hämische Schnitte einbauen. Der Mann war seiner Aufgabe in keinster Weise gewachsen. Aber seine Flankenleute waren nicht weniger unangenehm.
Man muss sich allerdings über folgendes im klaren sein: Wer sich in der heutigen BRD als rechtsextremer Politiker outet, dessen berufliche Karriere wird zerstört und auch sein gesellschaftliches Leben kann erheblichen Schaden nehmen. Man erinnere sich daran, wie nicht nur Andreas Molau seiner Lehrerstellung in einer Waldorfschule enthoben wurde, sondern es wurden sogar seine beiden Kinder aus der Schule geschmissen – als bekannt wurde, daß er Mitglied der NPD ist. Ebenso wie bei Frau Hesselbarth, deren Sohn aus der Bundeswehr geworfen wurde, als bekannt wurde, daß sie bei der DVU ist.
Ich finde es erstaunlich, daß die DVU inzwischen überhaupt einen Mann wie Matthias Faust auf die Beine stellen konnte, sowie den Vize, RA Ingmar Knop, der ja ebenfalls wegen seiner Mitgliedschaft in der DVU aus seiner früheren Kanzlei gefeuert wurde, wenn ich mich recht entsinne.
Rechte Politiker sind in unserer Gesellschaft vogelfrei, Waldemar, vergessen Sie das nicht. Und wer will das schon sein? Da melden sich dann halt meist nur die, die nix zu velieren haben. Und das sind halt in der Regel, ähm, alles andere als die besten.
Inwieweit Frau Pauli die DVU rein spekulativ überhaupt zu einem Sieg führen könnte sei dahingestellt. Mit den Freien Wählern erzielte sie zwar bei den Europawahlen das beste Ergebnis einer sonstigen Partei, aber es waren dennoch nur 1,7%. Und der Parteiname „Freie Wähler“ ist sogar medial quasi noch „unbefleckt“.
Waldemar // 16. Juni 2009 um 21:04
… ja es ist ja wahr! Mit Kritik ist man ja sehr schnell- und zur Meiner Schande würde ich selber, genau aus den von Dir genannten Gründen der Gesellschaftlichen und Beruflichen Niedergangs, Nicht Öffentlich sich Politisch für jegliche Deutschnationale/ Patriotische und Rechtskonservative Kräfte Einsetzen.
In diesem Lande wird man dann zum Aussenseiter, ja zum Aussetzigen!
UND DENNOCH WENN SCHON DANN LIEBER GARNICHT ALS SOLCHE „KANDIDATEN“!
Platon // 16. Juni 2009 um 23:40
@Waldemar, Politikredaktion
Ich muß Ihnen da recht geben, Waldemar.
So ein Auftritt – im selbstbewußten, teils versnobten Hamburg – das ist ein Selbstmordattentat. Geht nicht !
Zwar sind die Klarstellungen von Politikredaktion zur schwierigen Lage von Rechtsaktiven in Deutschland sachlich informativ – helfen aber hier nicht weiter.
Mir fällt oft bei Auftritten von rechts auf, wie
drastisch das unterste Schülerzeitungsniveau unterschritten wird, also allereinfachste Textabsprachen, allereinfachste Kleidungsregeln, allereinfachstes Redekonzept -
Verfolgung hin, Verfolgung her – daß so etwas
NICHT VORBEREITET wurde von einer Partei
im Wahlkampf gleich auf welcher Ebene – das
KANN NICHT SEIN.
Das muß irgendwie lanciert sein, so etwas ist der Abschuß eines Nichtwahltorpedos, kein verdammter ASTA, kein Gartenverein leistet sich sowas. Ich lebe von meinen Einkünften, ivh habe gar keine Beruf – bei einer Partei, die gegen
nicht arbeitende Zuwanderer anstinken will -
nein, die sind verrückt oder böswillig.
Solche Monsterpatzer habe ich bei den REPUBLIKANERN nicht erlebt. Das war hoffentlich keine Täuschung.
Ich habe an anderer Stelle mal den Gedanken vorgestellt, daß von interessierter Seite eine Aufsplitterung und Desorientierung des oppositionellen Wählerpotentials betrieben werden könnte – durch unterwanderte Parteien,
durch komplett erfundene Kunstparteien, durch
Agenten, die als Einzeldemagogen ihre Bahn ziehen.
Pauli wäre eine gute Besetzung in dieser Rolle – sie zieht durch die Parteien und zerlegt sie.
Nachdem sie mit den „Freien“ 1,7% weggezogen hat, nimmt sie das nächste Projekt in Angriff.
Diese 1,7% und nochmal soviel von Rentnerparteien und Bibelvereinen – und sogar die verfassungswidrige 5 % Grenze wäre unter Beschuß gekommen – bei der Europawahl.
politikredakteur // 17. Juni 2009 um 00:17
@Platon
Ein Teil des Mißerfolgs wird selbst verbockt sein, ein anderer Teil von böswilligen Neidern herbeigeführt. Es ist schwer zu sagen, wieviel was bewirkt. Destruktive Kräfte gibt es in diesen Parteien garantiert. Aber wenn der richtige Mann am Ruder wäre, würde er die auch schnell säubern können. Zum Beispiel scheint mir RA Markus Beisicht so ein Mann zu sein, der seine Partei sauber und in Schuss hält. Zwar bislang nur auf Kommunalniveau, aber definitiv mit Ambitionen für mehr.
Meister Herrmann // 17. Juni 2009 um 19:12
Das Video hab ich nicht zuende gesehen. Auch wenn Lampenfieber etwas entschulden kann, so reicht das nicht für einen „Spitzenkandidaten“
Und wenn eine Partei diesen Posten nicht halbwegs vernünftig besetzen kann, sollte sie nicht bei der Wahl antreten. Bei Menschen aus der 3. und 4. Reihe findet mann bei allen Parteien solche Kaliber.
Frau Pauli sieht ganz nett aus und fährt auch noch Motorrad, aber wenn sie politisch den Mund aufmacht ist das meist auch nicht so doll