
Sexy Blendgranate der FDP: Silvana Koch-Mehrin
Der Maulkorb, den sie der Frankfurter Traditionszeitung verpasste, hielt nur kurz. Eine richterliche Anordnung wurde schließlich wieder aufgehoben. Danach verwickelte sich Koch-Mehrin zunehmend in Falschaussagen und stand schließlich sogar als potentielle Lügnerin da. Am Schluss scheint festzustehen, dass Frau Koch-Mehrin eine zutiefst beschämende Präsenzquote von nur 38,9 Prozent seit ihrer Wahl im Jahr 2004 bis Ende 2008 im EU-Parlament vorweisen kann.
Jetzt werden sich einige bemühen, entlastend anzuführen, die eigentliche Arbeit der Abgeordneten werde doch anderswo geleistet, nicht zuletzt in den Parlamentsausschüssen. Hier jedoch schneidet Frau Koch-Mehrin nach einer der F.A.Z. vorliegenden Auswertung offizieller Protokolle des Parlaments durch Fraktionsmitarbeiter der Europäischen Volkspartei und der Europäischen Demokraten (EVP-ED) noch viel schlechter ab. „Im Haushaltsausschuss des Europäischen Parlaments hat sie vier von fünf Sitzungstagen geschwänzt, im Haushaltskontrollausschuss sogar neun von zehn Sitzungstagen“, sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Abgeordneten, Werner Langen, der F.A.Z.
Außerdem soll die Karrierefrau aus Wuppertal, die während ihrer Zeit als EU-Abgeordnete gleich zwei Kinder bekam, trotz der Belastung als Abgeordnete und dreifache Mutter zwischen 2005 und 2008 für „Beiträge und Vorträge“ Nebeneinkünfte in Höhe von 81.400 Euro erzielt haben. Wer allen Ernstes denkt, daß Parteien mit solchen Abgeordneten die Deutschen im fernen EU-Parlament aufrichtig vertreten, kann nicht bei Trost sein.
Koch-Mehrin wird vielen Lesern von Deutschlandpolitik noch gut in Erinnerung sein durch ihren unsagbar peinlichen und infantilen „Brief an die Tschechen“ als Reaktion auf eine herausragende Rede des tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus. Zuletzt offenbarte sie außerdem, daß sie eigentlich im Herzen eine Grüne ist.
Den kompletten Artikel zum Fall Präsenz Koch-Mehrins im Parlament gibt’s in der FAZ.






































4 Antworten bis hierher ↓
Silvana Koch-Mehrin schwänzt Sitzungen // 4. Juni 2009 um 16:28
[...] http://deutschlandpolitik.wordpress.com/2009/06/03/fdp-eu-kandidatin-koch-mehrin-schwanzen-lugen-kla... [...]
politikredakteur // 4. Juni 2009 um 18:16
@Silvana Koch-Mehrin schwänzt Sitzungen
Na schau mal einer an: Die Gentlemen der Jungen Union lesen bei uns mit. Sehr gern. Herzlich willkommen!
Ich bin ohnehin der Ansicht, daß die politische Funktion, welche derzeit die gering gewählten Parteien Republikaner, DVU, Freie Wähler und AUF-Partei wahrnehmen möchten, eigentlich zum politischen Aufgabenspektrum der CDU und der Jungen Union gehört. Es sind die Aufgaben, welche die Linksrutsch-CDU von Angela Merkel nicht mehr wahrnehmen möchte. Doch es ist sehr stark zu vermuten, daß gerade da in der Jungen Union noch viele Talente schlummern, die sich aufgrund der Political Correctness nur nicht so recht getrauen, Piep zu sagen. Das wird sich bestimmt in absehbarer Zeit ändern. Mut zur Veränderung sollte das Motto sein! Einige der besten rechten Politiker kommen ja direkt aus der CDU ins rechte Lager – so wie der Kölner Jörg Uckermann:
http://deutschlandpolitik.wordpress.com/2009/06/02/videointerview-mit-jorg-uckermann/
Platon // 4. Juni 2009 um 19:54
@politikredakteur
Haupttenor Ihres Beitrages Richtung Junge Union, CDU ist wohl “ erwachet…“ – damit haben Sie recht.
Am Ende führen Sie an, daß „einige der besten rechten Politiker…. wechseln…so wie Jörg Uckermann“ – der ja zu Pro Köln gewechselt ist.
Bei Pro Köln kommen mir immer wieder Zweifel hoch. Es liegt an den Personen, an ihrem Auftreten…Pro Köln besteht praktisch nur aus der Kanzlei Beisicht und dem Herrn R. Wenn ein
Verfassungsschutz etwas zum unterwandern sucht, vielleicht den ganzen Laden komplett durchbezahlen und beeinflussen will, dann könnte er das dort günstig haben. Mit Pro Köln
die rechte Anhängerschaft durch klamottenhafte, skandalös vermurkste Anti Islam Demonstrationen schicken, irreführen und verschleißen. Gleichzeitig gegen einen getürkten Gegner die Gesamtlinks Front aufmarschieren lassen und dem Volk das geballte Potential der Sicherheitskräfte vorführen…das wäre eine Planung im Bereich des Vorstellbaren…
Ob dieser Wechsel Uckermanns für Kölner oder
andere JungUnionisten nicht eher ein Negativ- Beispiel ist, das wenig zur Nachahmung ermuntert ? Wie er da auf den Pro Köln Sitzungen neben dem näselnden Beisicht den Kopf dauernd hin und her dreht – wie an eine viele hundertköpfige Zuhörerschaft gewandt , die es nicht gibt – da wirkt er wie ein Fisch auf dem trockenen.
politikredakteur // 4. Juni 2009 um 19:59
@Platon
Achwas. Im Gegenteil: Je kleiner so ein Verein ist, desto besser kann man ihn vorm VS schützen. Sehen Sie sich mal das Interview mit Uckermann an (Link siehe oben) und bilden sich erst dann Ihre Meinung. Das zentrale, was eine rechte Partei braucht, ist ein Spitzenanwalt. Der Rest kommt Schritt für Schritt von selbst, wenn das Konzept stimmt.