
Es gibt unterschiedliche Wege, Kritiker zu bekämpfen. Neben dem direkten Weg eines irgendwie gearteten Gegenangriffs existieren auch eine ganze Reihe hinterhältiger Methoden, die darauf abzielen, seine Gegner öffentlich in ein schlechtes Licht zu rücken. Das hatte am vergangenen Wochenende zum Beispiel der WDR erkannt und schickte zwei Neonazischauspieler in eine Pro-Köln-Veranstaltung, um mit unvorteilhaften Bildern der eigens eingeschleusten Proleten die Partei als Extremisten zu verleumden.
Diesen Trick kennen natürlich die derzeit in Griechenland tagenden Bilderberger schon lange. Um ihre Kritiker in ein schlechtes Licht zu rücken, inszenierten sie gestern offenbar eine Demonstration mit 300 Mitgliedern der griechischen Kommunistischen Partei KKE. Trotz der ansonsten geradezu militärischen Sicherheitsvorkehrungen und kilometerweiten Absperrungen ließen die Eliten es zu, daß sieben Busse mit Kommunisten bis direkt vor das Hotel fuhren, wo die griechischen Stalinisten eifrig ihre roten Fahnen schwenkten und ihre antikapitalistischen Parolen riefen. Beobachter vor Ort sind sicher: Es war eine Art Operation unter falscher Flagge mit echten Darstellern.
Die Netzseite Schall und Rauch sprach live mit dem vor Ort anwesenden investigativen Autor Gerhard Wisnewski und veröffentlichte die Tonspur im Internet. Schall und Rauch berichtet:
300 Mitglieder der griechischen Kommunistischen Partei KKE sind mit 7 Bussen trotz Absperrungen bis vor das Tagungshotel der Bilderberger vorgedrungen und haben eine lautstarke Protestaktion gestartet. In Sprechkören, mit Fahnen und Transparenten haben sie ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Ca. 50 Polizisten stehen ihnen gegenüber, weitere Hunderschaften sind in Bereitschaft. Kleine Rangeleien haben stattgefunden. Die Führung der Demonstraten sagen, sie haben keine Absicht, auf das Gelände einzudringen. Die Demonstraten hatten sich direkt vor dem Eingang des Astir Palace aufgestellt und mit lauten Parolen gegen die Globalisierung, die EU und die Neue Weltordnung demonstriert. Die Demonstranten waren sehr gut organisierte Anhänger der KKE, der Kommunistischen Partei Griechenlands. Die Demonstration verlief überaus friedlich. Auch die Polizei, die mit Panzerung und Schutzschilden anrückte, verhielt sich zurückhaltend.
Die Geheimorganisation der rücksichtslosen Globalisten hat viele Gegner auf der Welt. Die Gruppe derer, die die Bilderberger durchschaut haben und ablehnen, ist somit äußerst heterogen. Daß darunter allerdings auch Kommunisten sein sollen, war zumindest uns bislang vollkommen unbekannt, obgleich wir uns seit Jahren mit dem Fall befassen.
Die amerikanische Online-Zeitung TheCitizen.com zitiert Zeugen vor Ort, die der Ansicht sind, daß es sich um eine mit der Polizei abgesprochene Aktion handelte. Die Polizisten hätten die sieben Busse trotz der sonstigen strengen Sicherheitsvorschriften bereitwillig passieren lassen. Ob die Busse vorher geprüft und durchsucht wurden, zum Beispiel auf Waffen und Sprengstoffe, wird nicht berichtet.
Interessanterweise wurde eine Demonstration nationalkonservativer Griechen am folgenden Tag bereits 2 ½ km vor dem Tagungshotel gestoppt, während die kommunistische Partei bis direkt vor das Hotel maschieren durfte. Die Vorzugsbehandlung, mutmaßlich höchstpersönlich veranlasst durch den obersten Bilderberg-Sicherheitsbeauftragten Henry Kissinger, galt wohl nur für die Kommunisten. Gut durchdacht: Denn wenn Umverteilungsirre gegen Eliten demonstrieren, verliert der Protest automatisch an Glaubwürdigkeit. Daß es natürlich den seriösen Kritikern um gänzlich andere Punkte geht, kann durch so eine geschickt eingefädelte Diffamierung leicht verwaschen werden.
Vielleicht sollte man derartige Aktionen wie die des WDR oder die der Bilderberger gar nicht als Operation unter „falscher Flagge“ bezeichnen, sondern als Operation unter „falschem Schmutzlappen“.
Nachtrag: Autor Gerhard Wisnewski hat über den Vorgang ebenfalls einen Artikel veröffentlicht, ist jedoch der Ansicht, daß es allein dem entschlossenen Vorgehen der kommunistischen Aktivisten zu verdanken war, daß sie bis vor das Hotel gelangten. Seine Sicht der Dinge ist vollkommen legitim, auch wenn Deutschlandpolitik andere Verdachtsmomente sieht. Immerhin ist er, im Gegensatz zu uns, vor Ort.






































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