DEUTSCHLANDPOLITIK

Serben erinnern am 10. Jahrestag an Kriegsverbrechen der NATO

24. März 2009 · 6 Kommentare

Seine eigenen Parteimitglieder bewarfen Fischer damals mit Farbbomben

Seine eigenen Parteimitglieder bewarfen Fischer damals mit Farbbomben

Heute jährt sich zum zehnten Mal eines der ungeheuerlichsten Unrechte, welches seit Ende des Zweiten Weltkriegs begangen wurde: der Beginn der Angriffe der NATO auf Belgrad. Damals war seit kurzer Zeit erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik die Partei Die Grünen an einer Bundesregierung beteiligt. Sie war ironischerweise an die Macht gelangt mit der breiten Unterstützung einer fundamental pazifistischen Friedensbewegung. Und erstmals seit 1945 schickte eine deutsche Regierungspartei Soldaten, die sie selbst bei anderer Gelegenheit als Mörder verunglimpft, in einen grundgesetzwidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien.

Heute weiß man: Die Gründe für den Krieg waren erstunken und erlogen. Mit diesem Militäreinsatz unterstützte die NATO die terroristische Organisation UCK der gerade auch auf deutschen Straßen gefürchteten Kosovo-Albaner gegen die kulturell wesentlich fortschrittlicheren slawischstämmigen Serben.

In seinem Ergebnis wurden die Nichtmuslime aus dem Kosovo vertrieben und ein unsinniger, instabiler und korrupter islamischer Staat errichtet, der auf unabsehbare Zeit an der finanziellen Unterstützung der europäischen Staaten hängt. Kein deutsches Gericht und auch nicht das Tribunal in Den Haag, das zuständig wäre, hat bisher Anklage gegen die Kriegsverbrecher von damals erhoben. Einige Ihrer Namen: Joschka Fischer, Außenminister, Gerhard Schröder, Bundeskanzler, Rudolf Scharping, Verteidigungsminister.

Freilich nicht vergessen haben das Ganze die Serben selbst. So verurteilte der serbische Ministerpräsident Mirko Cvetkovic heute die vor zehn Jahren begonnenen NATO-Luftangriffe auf sein Land als „illegal“. „Der Angriff auf unser Land war illegal, gegen internationales Recht und wurde ohne eine Entscheidung des UN-Sicherheitsrates verübt“, sagte der Regierungschef bei einer Kabinettssitzung in Belgrad, die zum zehnten Jahrestag der Angriffe angesetzt worden war. „Die Luftangriffe haben nicht die Probleme im Kosovo gelöst und auch nicht geholfen, Frieden und die Achtung des Rechts herbeizuführen“, sagte Cvetkovic. Sie hätten im Gegenteil zu neuen Spannungen, „ethnischen Säuberungen und schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte und internationalen Normen“ geführt.

Nach Angaben der serbischen Regierung starben bei den elf Wochen andauernden NATO-Luftangriffen, die am 24. März 1999 begannen, mehr als tausend Angehörige von Polizei und Armee sowie 2500 Zivilisten, unter ihnen 89 Kinder.

Nicht nur die folgende Dokumentation “Es begann mit einer Lüge“ des WDR deckte Jahre später die dreisten Lügen der internationalen Kriegsverbrecher auf.

Trotzdem halten die internationalen Nachrichtennetze bis heute an den Unwahrheiten von damals fest. So schreibt die Agency France Presse:

„Mit den Angriffen zwang die Allianz die Regierung in Belgrad, das gewaltsame Vorgehen gegen die albanischstämmige Bevölkerung in der damals noch serbischen Provinz Kosovo zu beenden.“

Lügen, die durch die Dokumentation vollständig widerlegt werden.

Hinter diesen zentral gelenkten Presseagenturen stehen heute einige der Verursacher des damaligen Angriffskrieges: die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright, die heute eine Washingtoner Beraterfirma – einen sogenannten Think Tank – leitet, in dem Josef Fischer, der damalige deutsche Außenminister, einen gut bezahlten Posten als „Senior Strategic Counsel“ belegt. Daß es speziell dem dubiosen Fischer bei seiner Arbeit nie wirklich um das Wohl des deutschen Volkes ging, weiß man nicht zuletzt aufgrund gewisser Äußerungen.

Die Albright Group bietet ihren Kunden angeblich die Expertise ehemaliger US-Kabinettsmitglieder und hochrangiger Diplomaten an. Sie will unter anderem weltweit bei der „Einschätzung politischer Risiken“ helfen oder zum „Aufbau von Beziehungen zu Politikern und Entscheidungsträgern“ beitragen. Mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, was wirklich dahinter steckt.

Kategorien: Europäische Union · Politik
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